Hanse Schoierer "Der Haberfeldtreiber" Bayerisch-Hinterkünftiges Musikkabarett
...der Haberfeldtreiber
Was ist ein "Haberfeldtreiber"? Kurz gesagt: Ein "wilder Hund", der sich nicht gern was vorschreiben lassen will. Und diese etwas anarchistische Grundhaltung spürt man ganz deutlich, denn den Schalk im Nacken und die 12-saitige Gitarre in der Hand schafft HANSE SCHOIERER den schwierigen Spagat zwischen ernsthaftem Hintergrund und lustigen Gags. Er singt, plaudert und philosophiert, prügelt und streichelt seine Gitarre und animiert sein Publikum auch schon mal zum Mitsingen. Mit kuriosen Geschichten und viel schräger Musik ist er dem Zeitgeist auf der Spur, rührt an, wenn er z. B. von Zeiten erzählt, wie er zu seiner ersten Gitarre kommt. Er spaziert in seine eigene Vergangenheit, beschäftigt sich mit den kleinen Eigenarten der Menschen und mit "der Leichtigkeit des Seins". Und es ist wahrscheinlich diese Leichtigkeit des Seins, die einem zum Rock´n´Roller macht und nicht zum Lehrer.
Pressezitat:
Scheinbar mühelos und lässig unterlegt er seine Geschichten mit
einfachen, aber eingängigen Rhythmen, die schliesslich in einem thematisch
passenden Lied ihren Höhepunkt finden.
HANSE SCHOIERER ist ein "homo bavariensis" von liebenswerter
Gschertheit, der spitzbübisch und schelmisch von Geschichten erzählt,
die das Leben schreibt und immer erfrischend direkt, ehrlich, bayerisch-witzig,
abwechlungsreich und spritzig in den Rückspiegel seines musikalischen
Lebens schaut. (Mittelbayerische Zeitung)
Seine Musik ist nicht Beiwerk, sondern prägendes Element. SCHOIERER rockt, swingt, bluest und huldigt mit Hingabe und Können seinen Vorbildern wie z.B. Jimi Hendrix und den Beatles, ein virtuoser Gitarrist, der auch vor den 60er Hits nicht Halt macht. Musik und Kabarett wechseln sich in seinen Ein-Mann-Show nicht nur ab, sie ergänzen und vermischen sich, fließen ineinander über. Und eines braucht man nicht befürchten: den erhobenen Zeigefinger! Diese "Alt-68er" Attitüde war noch nie sein Anliegen, denn er sieht sich als Unterhalter im Dienste des Publikums.
Pressezitat: "Dem charismatischen bayerischen Urviech gelingt etwas
Erstaunliches - Vom ersten bis zum letzten Gitarrenton hat er die Zuschauer
voll im Griff: die lauschen, lachen, machen mit und erleben einen herrlich-
fröhlichen Comedy-Abend, der durchaus entspannend wirkt. Er ist ein Routinier
ohnegleichen, schließlich steht er schon seit über 30 Jahren auf
der Bühne und weiß mit absoluter Zielsicherheit, wie man Spannungsbogen
setzt und wann eine Pointe am wirkungsvollsten trifft!"
Einiges im Programm ist neu, manches will man immer wieder hören und dann natürlich der Megahit:"I bin a Haberfeldtreiber"
Und der große Gerhard Polt sagte einmal über ihn:
"Zum Schoierer Hanse würd ich sogar hingehen, wenn ich keine Zeit hätte!" Wenn das nix is´..!
„Den
Vergleich mit Degen und Florett sollte man gar nicht erst versuchen, wenn
HANSE SCHOIERER auftritt. Er macht bayerisch-bissiges Musikkabarett und wird
als Urgestein gehandelt, da ist der Begriff „Keule“ passender.“(Lindenberger
Zeitung 21.09.05)
"Der Schoierer, ein Großer auf deutschen
Kleinkunstbühnen." (SZ München)
Scharfe Texte, scharfer Sound!
Satirisch bissig - bayrisch!
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Bis 50 Plakate und 60 Flyerkarten (Flyer mit Infotext, Auftrittsplatz und -Tag) kostenlos, wenn mehr gebraucht werden, dann kostet es die Versandkosten. Auch Eintrittskarten sind möglich, wenn gewünscht.
| Donau-Kurier Ingolstadt am 28. April 2009 | Pfaffenhofener Kurier Ingolstadt am 31. März 2009 | ||
| Neuburger Rundschau am 28. April 2009 | Mittelbayerische Zeitung am 21. Januar 2009 | ||
| Süddeutsche Zeitung Schwabmünchen am 25. September 2008 | Mittelbayerische Zeitung am 29. September 2009 |
"I bin a Haberfeldtreiber"
"Drei Münchner an der Himmelstür"
(live aus dem Theatron im Olympiapark in München am 9. August 2009)
"Das Rennen Trabbi gegen Porsche"
(live aus der Piermoirstubn Dezember 2007)
Hier Hörproben im MP3 Format (96Kb):
Audio:
Weaner
Madeln...(einfach so) |
> anhören (Weitere Hörproben gibt es hier (015), hier (016), hier (018) und hier (019)) |
Videolips bei "Youtube" oder "MyVideo" (Bilder anklicken)
Zitat Prof. Dr. Wilhelm Kaltenstadler (Kulturhistoriker):
...... Besonders toll wäre ja, wenn dieses Lied (Haberfeldtreiber) zum Wiesnhit werden würde. Das wäre mal etwas ganz Besonderes, damit würde das Septemberfest einmal aus den vollen Wurzeln der bairischen Volkskultur schöpfen. (9. 9. 2009)
Wo Aufrichtigkeit und Wahrheit hinkt, wo Lug und Trug zum Himmel stinkt
und wo´s der Brauch is, dass man Worte bricht, da kommt das Haberfeldgericht!
Was ist ein Haberfeldtreiber?
1. Geschichte des Haberfeldtreibens
Das "Haberfeldtreiben" war in früheren Zeiten etwa zwischen 1700 und 1900 in Oberbayern (in der Gegend Weilheim, Bad Tölz, Miesbach, Dietramszell) ein ländliches Femegericht, bei dem vorwiegend moralische Verfehlungen der Bevölkerung in einem prangerähnlichem Ritual geahndet und öffentlich gemacht wurden. Altes Rechtsempfinden in der Tradition des germanischen Rechtes, dass Streitigkeiten und Verfehlungen in der betroffenen Gemeinschaft und ohne Einschalten der Obrigkeit geregelt wurden, fand in den Haberfeldtreiben seinen Spiegel der Zeit. Man traute wohl den "Offiziellen" nicht und deshalb etablierte sich ein eigenes, heimliches Rechtssystem. Neben Verstössen der Obrigkeit gegen das Rechtsempfinden hatten die Haberfeldtreiber vor allem moralische Vergehen wie Unzucht oder Ehebruch zum Ziel. Dabei verwendeten die Haberfeldtreiber (Haberer) häufig derbster Sprüche.
Vermummte Gestalten in wilder Aufmachung, von weit hergekommen, versammelten sich vor dem Haus des Betroffenen. Einer war der Anführer, der sogenannte Haberermeister, der die Spottverse vortrug. Die anderen bestätigten die Anschuldigungen meistens mit den Worten: "Wahr is!" und machten dazu mit allerhand Gerätschaften einen grossen Lärm. Zielobjekt eines Treibens konnte ein betrügerischer Händler, ein meineidiger Bauer, eine ehebrecherische Wirtin, ein korrupter Obrigkeitsangehöriger oder ein, den sexuellen Genüssen zugeneigter, Geistlicher sein.
Da die Obrigkeit zwar den Treiben anfangs durchaus wohlwollend gegenüberstand, aber später mehr und mehr diese "Unsitte" zu verhindern versuchte, blieb es nicht aus, dass es auch gröbere Auseinandersetzungen zwischen Haberern und Polizei gab, die auch durchaus mit Waffen ausgetragen wurden. Bei einem der letzten grossen Haberfeldtreiben waren 17 Polizisten, verstärkt durch 5 Grenzsoldaten, aufgeboten, die Haberer zu verhaften. Es gab eine Schiesserei, im Verlauf derer ein Polizist so unglücklich in den Unterleib getroffen wurde, dass man ihm im Krankenhaus den Hoden abnehmen musste. Schon am gleichen Abend sangen die Burschen im Wirtshaus ein Gstanzl mit dem Text:
"17 Polizisten und 5 von der Grenz - ham 21 Beutel und 22 Schwänz!"
Man sieht, es war eine durchaus harte Zeit mit harten Menschen!(Weitere und ausfühlichere Information auf www.wikipedia.de - Stichwort Haberfeldtreiben oder/und im Buch von Georg Queri "Bauernerotik und Bauernfehme in Oberbayern" ( z.B. bei www.amazon.de) und bei www.haberfeld.tv - über Haberfeldtreiben Einst und Heute, auch auf der Haberfeldtreiber-Homepage www.haberfeldtreiben.info und bei der Homepage des "Haberfeldtreiben-Papst", Kulturhistoriker Herr Professor Wilhelm Kaltenstadler www.kalten.de
2. Was ist heute ein "Haberfeldtreiber"?
Damit bezeichnet man einen Unangepassten , man könnte auch sagen "wilden Hund", der sich nicht gern was vorschreiben lassen will. Jemand, dem man auch so manches zutraut. Der Ausdruck ist u.A. berühmt geworden durch Ludwig Thoma´s Stück "Erster Klasse", wo der Landtagsabgeordnete Josef Filser in der Eisenbahn seinen Spezl trifft, der wegen Milchpanscherei angezeigt wurde und deshalb nach München zum Gericht muss. Er sagt dann zu ihm: "Ja du Haberfeldtreiber, hat´s dir wieder mal in dei Milli ( Milch) einigrengt (hineingeregnet)? Also jemand, der immer dann in Schwierigkeiten kommt, wenn er Anweisungen der Obrigkeit nicht einsieht und sie deshalb nicht befolgt. Das geht schon in der Schule los, als Ministrant ist er auch nicht brauchbar, der Wehrdienst ein Fiasko, aber als der "Boandlkramer" zur letzten Reise einlädt, sagt er: "Was is, des is und was sei muass, muass sei!"
Auch die häufig gestellte Frage "Was sind "Voglwuide Weiber?" möchte ich hier nach bestem Wissen beantworten: Voglwuide (vogelwilde) Weiber sind Frauen, die gut drauf sind und denen man ihre Lebenserfahrung durchaus ansieht.... sie können gut Aussehend sein, müssen aber nicht, sie können brav und anständig sein, müssen aber nicht und sie können klug und weise sein, müssen aber nicht....
3. Das Haberfeldtreiben vom 3. Juni 2009 gegen die Landwirtschaftspolitik der CSU
Am 3. Juni 2009
war es wieder soweit! Die ABL, die “Aktionsgemeinschaft Bäuerliche
Landwirtschaft”, drückte mit einer Neuauflage des alten bäuerlichen
Rügegerichts ihren Unmut über die Landwirtschaftspolitik der CSU-Landesregierung
aus.
Etwa 2500, meist mit geschwärzten Gesichtern und allerlei Lärm-Utensilien
ausgestatteten Haberer und Haberinnen folgten dem Aufruf und fanden sich auf
dem Odeonsplatz in München ein, wo mit einigen engagierte Reden Hintergrundinformationen
zu hören waren und es war mir eine besondere Ehre, das von den Haberern
zu diesem Anlass umgetextete Haberfeldtreiberlied vortragen zu dürfen.
Anschliessend zog man geschlossen vor die Bayerische Staatskanzlei, wo Haberermeister
Anton Prechtl, auf einer grossen Milchkanne stehend, die Anklageverse vortrug.
Nach jedem Absatz wurde die Frage: “Is´ wahr?” mit der aus
allen Kehlen schallenden Antwort: “Wahr is´!”, gefolgt von
einem Lärm-Orchester aus mitgebrachten Ratschen, Glocken und anderen
Raudau-Instrumenten, beantwortet. ( www.haberfeldtreiben.info - www. haberfeld.tv
)
Das von den Haberern zu diesem Anlass getextete “Haberfeldtreiberlied”
ist auf einer als Tondokument entstandenen CD zu hören, ebenso die Rügeverse
und das Lied “I bin a Haberfeldtreiber” (Für 10,00 Euro zu
bestellen bei dvd04@t-online.de
)